Der gute Ton: Schwarzenberg Trio – Elegie

CD-Besprechung von Christoph Irrgeher in Der Standard

Entgegen seinem Titel ist das Album Elegie ein Grund zur Freude: Das heimische Schwarzenberg Trio beschert Fans der Besetzung Geige, Cello und Klavier frische Perspektiven. Etwa in Gestalt einer Rarität des früh verstorbenen Romantikers Ernest Chausson: Sein g-Moll-Trio strotzt rund um das inbrünstige Lamento im Werkzentrum nur so vor Überschwang à la César Franck. Wie eine Wundertüte wirkt das fis-Moll-Trio von Arno Babajanyan: Der Sowjet-Tonsetzer dockte an die armenische Folklore an und pfefferte seine sinnesfreudige Musik mit einigen Herbheiten. Zum Abschluss setzt es hier noch Rachmaninovs Trio élégiaque Nr. 1, pathosschlank interpretiertRespekt: Das Schwarzenberg Trio arbeitet sich mit Energie und Eleganz durch dieses Notenaufgebot, punktet durch ein geschmeidiges Zusammenspiel und einen Sinn für Feinabstufungen.