Romantische Rückblenden

Pianistin Hanna Bachmann gestaltete die Sonntagssoiree der Rheinberger Gesellschaft mit einer überzeugenden Gesamtdramaturgie.

Konzertkritik von Hartwig Wolf, Liechtensteiner Vaterland, 16.11.2021

Auch aus dem benachbarten Ausland waren am Sonntag Gäste zum Konzert der Internationalen Josef Gabriel Rheinberger Gesellschaft (IRG) angereist. Dazu dürfte die Künstlerin des Abends beigetragen haben. Hanna Bachmann lebt zwar inzwischen in Wien, stammt aber aus Feldkirch. Bei ihrem Auftritt im Vaduzer Rathaussaal stand naturgemäß der Patron der IRG auf dem Programm. Für Jürg Hanselmann , den Präsidenten der Gesellschaft, ein „spezielles Klavierrezital“, wie er in seiner Begrüßung hervorhob. Denn die 28-jährige Pianistin habe eine sehr bewusst gewählte Werkfolge rund um die Stücke Josef Gabriel Rheinbergers zusammengestellt.

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Dream with me: Musiktipp von Fritz Jurmann in den VN (19.6.21)

Die aus Röthis stammende Konzertpianistin Hanna Bachmann, mit ihren Recitals bereits im internationalen Umfeld zugange, hat in zwei ersten Soloalben mit ausgewähltem Repertoire aufhorchen lassen. Mit zwei weiteren CD-Neuerscheinungen erobert sie sich auch die weiteren Disziplinen einer universellen Pianistin, zunächst als Kammermusikerin im „Trio Schwarzenberg“ und auf diesem Album als Liedbegleiterin. Da wird die Solistin mit der erforderlichen Einfühlung und Flexibilität nun zur gleichwertigen Mitgestalterin. Dies mündet mit dem prächtig gerundeten Mezzosopran der aus Athen stammenden, in Wien und Zürich ausgebildeten Elsa Janulidu in eine wunderbare künstlerische Partnerschaft, die von gegenseitiger Inspiration und großem Respekt getragen wird. So kreist dieser bunte Liederreigen aus Träumereien von Haydn bis Piazzolla um sanfte Unwirklichkeiten, ohne je die notwendige musikalische Bodenhaftung zu verlieren.