Sprühend und kongenial

Konzertkritik von Susanne Eckstein

[…] Den Anfang macht Haydn, der mit über 60 Jahren der Einladung nach London folgte und dort kompositorisch aufblühte. Unter den Händen des Schwarzenberg Trios sprüht dieses C-Dur-Trio vor Musizierfreude; deutliche Artikulation schärft die Konturen, Pausen werden zeitbewusst gestaltet. Dem alten Muster folgend führt das Klavier; Violine und Cello haben sich erst später (parallel zur bürgerlichen Umwälzung) aus der Begleitrolle emanzipiert. Dennoch erlebt man drei eigenständig Musiker, die sich konzentriert zur gemeinsamen Gestaltung verbinden und Haydns sprühenden Geist – besonders deutlich im Finale – kongenial und quicklebendig umsetzen. […]